MARGA Stories: Was lernt man eigentlich im Planspiel?

Die Teams starten nach der Testrunde im Online Planspiel-Wettbewerb nun in die Hauptrunde. Vieles wurde schon ausprobiert, doch ein paar spannende Fragen bleiben:

  • Zahlen sich manche Investitionen auf den letzten Drücker doch aus?
  • Andere Teams haben alles riskiert und sind am Ende doch von der Konkurrenz überholt worden, lohnt sich also das Risiko?
  • Hohe Marktanteile bedeutet nicht, dass man profitabel ist, was ist der richtige Weg? 
  • Ist es möglich auf den Märkten hohe Margen zu erzielen, wenn die Konkurrenz nicht mitzieht? 

Über ein paar dieser „MARGA Stories“ berichten wir hier: 

Virtuelle Teamarbeit

"Ein Team, sechs Leute auf vier Kontinenten und eine Entscheidung – toll was heute möglich ist."

Finalistin Anna-Lena Schulz, Volkswagen AG

Die meisten MARGA Teams sind während ihrer Zeit als MARGA Vorstände an unterschiedlichen Standorten. Manche Teams müssen sich auch der Herausforderung stellen, ein Unternehmen über mehrere Kontinente und Zeitzonen zu führen. Wenn die Vorstandsmitglieder beispielsweise in Brasilien, Deutschland, Russland und China sitzen, sind gemeinsame Teamsessions per Webkonferenz eher selten und man muss sich per E-Mail oder in kleinen Gruppen abstimmen.

Meist sind die Teams, die nicht an einem Standort sitzen, die, die es sehr weit bei der MARGA Unternehmenssimulation schaffen. Denn sie investieren nicht nur Zeit, sondern sie lernen auch, wie man sich mit Konflikten oder Diskussionen auf Distanz – also nur über virtuelles Kommunizieren – auseinandersetzt und gemeinsam Entscheidungen trifft. Wir haben schon einige Male erlebt, dass sich Teams beim MARGA Finale zum ersten Mal „live“ gesehen haben. Das sind dann sechs junge Menschen, die durch die gemeinsame Arbeit Freunde geworden sind. Und Freunde im Unternehmen zu haben, ist ein toller Weg des Netzwerkens. 

Marktanteile vs. Profitabilität

Alle vier Unternehmen einer Gruppe starten mit jeweils 25 % Marktanteilen in jedem Marktsegment in den Wettbewerb. Manche Teams fokussieren sich dann nur auf die Erhöhung der Marktanteile, sie senken die Preise und erhöhen die Werbebudgets. Dabei verlieren sie oft die Profitabilität aus den Augen. Was nützen hohe Absatzvolumina, wenn mit jedem verkauften Produkt Verlust gemacht wird? Dies fiel in einer Teamsession wieder auf: Ein Unternehmen hatte Marktanteile oberhalb der 30 % und fiel als klarer Marktführer auf. Am Ende war dann aber der Konkurrent viel erfolgreicher, der zwar geringe Marktanteile hatte, aber mit einer deutlichen Qualitätsführerschaft hohe Preise am Markt kompensieren und so hohe Profite erzielen konnte.

Planspiel: Marktanteile vs. Profitabilität

Produktzyklen managen

Jeder MARGA Teilnehmende agiert im Team als Vorstand eines virtuellen Unternehmens mit drei Produkten. Alle Produkte haben spezifische Eigenschaften und befinden sich in unterschiedlichen Phasen des Produktlebenszyklus. Zu Beginn der Simulation schauen die Teilnehmenden oft eher auf die Art des Produktes (z.B. Konsumgut oder Service Produkt) und vernachlässigen den Produktlebenszyklus. Während der Simulation fällt dann allerdings auf: Wer für die Strategie der einzelnen Produkte den Produktlebenszyklus mit einbezieht, investiert häufig gezielter und somit effizienter. Aber was sagt der Produktlebenszyklus denn eigentlich aus? Er zeigt die Veränderungen des Umsatzes und des Gewinns eines Produktes in Abhängigkeit von der Zeit. In der Wachstumsphase sind beispielsweise andere Marketinginstrumente wirksamer als in der Sättigungsphase, in der kein großes Marktwachstum mehr zu erwarten ist. Hier liegt der Fokus beispielsweise nicht mehr auf großen Investitionen in die Qualität des Produktes. Zur Darstellung des Produktlebenszyklus und auch zum Vergleich mit der Konkurrenz ist die Portfolioanalyse aufschlussreich, welche in der MARGA Software integriert ist. Die Teilnehmenden können somit ihre Position in den einzelnen Märkten analysieren und das weitere strategische Vorgehen fundiert planen.

Planspiel: Portfolio Analyse
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